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THOMASHILFEN Major

Flexibler Allrounder für den unkomplizierten Alltagseinsatz

Wer nach einem Reha-Autositz für den Allround-Einsatz im Familienalltag sucht, ist beim THOMASHILFEN Major genau richtig. Das modulare Multitalent ist für alle Anforderungen von Standard- Versorgungen gerüstet. Mit ganz viel Zubehör lässt sich der Sitz individuell anpassen, damit er perfekt für die kurzen und langen Alltags-Fahrten passt.

Bestell- / Anpassbogen herunterladen – HMV-Nr. 26.11.06.0900 (in Anmeldung)

Multi-funktionaler Unterbau

  • Drehplatte hilft Eltern und Betreuern beim rückenschonenden und stressfreien Transfer – der Zugschnäpper ist bequem erreichbar
  • 3-stufige Sitzkantelung entlastet das Kind, wenn aufrechtes Sitzen zu anstrengend ist – entspannte Ruheund Schlafposition auch im Auto
  • verschiedene Fußstützen geben Halt und verhindern das Herausruschen aus dem Sitz

Komfortabel ausgestattet

  • Weicher, atmungsaktiver Bezug für angenehmen Sitzkomfort ohne lästiges Schwitzen
  • großer Becherhalter (rechts oder links), um Getränke, Snacks und Spielzeug griffbereit aufzubewahren
  • Seatfix-Konnektoren für Fahrzeuge mit Isofix

Immer eine gute Kopfposition

  • Anpassbare Kopfstütze wächst in 7 Schritten mit, der empfindliche Kinderkopf ist jederzeit gut gestützt.

Optimale Sitzposition

  • Zusätzliche Thoraxpelotten und Sitzseitenpolster stützen auch instabile oder schmale Kinder optimal

Optimale Sitzposition

  • Abduktionsblock verhindert Überschlagen der Beine

Bequem und sicher angeschnallt

  • Im gepolsterten 5-Punkt-Positionierungsgurt sitzen Kinder bequem aufrecht, ohne den Halt zu verlieren.
  • Einstellung der Gurtlänge schnell und einfach über Zentralversteller vorne am Sitz.
  • Praktischer Gurtverbinder verhindert lästiges und gefährliches Verdrehen der Gurte.

Farbvarianten

Vorteile & Highlights
  • für den Allround-Einsatz im Familien-Alltag mit den wichtigsten Funktionen und Ausstattungen
  • Pelotten-System als Grundausstattung
  • Kopfstütze 7-fach höhenverstellbar
  • bequem sitzen auf kleiner und großer Fahrt – im gepolsterten 5-Punkt-Gurt und atmungsaktiven Sitzpolster
  • umfangreiches Reha-Zubehör für bestmögliche Unterstützung unterwegs
  • optional: Einsatz von modularen Funktionsplatten mit Dreh-/Neigungsfunktion und weiterem Zubehör
  • inkl. Seatfix als Zusatzausstattung
  • DEKRA Prüfung (Reha) inkl. Testung aller Reha- Zubehörteile
  • ECE Gruppe I-III

Pionier für Reha-Autositze – seit 1988

Seit über 30 Jahren versorgt Thomashilfen in Kooperation mit starken Partnern wie Britax, Römer oder RECARO besondere Kinder mit Reha-Autositzen. Heute nutzen wir unser Know-How auch zur Entwicklung von eigenen Reha-Autositzen. In sie fließt all unsere langjährige Erfahrung um die Bedürfnisse von Kindern und Eltern ein

Funktionsbeispiele

Kopfstütze

Kopfstütze 7-fach höhenverstellbar, wächst so Schritt für Schritt mit dem Kind mit.

schnelles Anpassen

5-Punkt-Positionierungsgurt mit Zentralversteller für schnelles Anpassen der Gurtlänge.

flexibler Halter

Abnehmbarer Halter für Getränke und Mehr – kann links oder rechts am Sitz genutzt werden.

Seatfix-Konnektoren

Seatfix-Konnektoren zur Verankerung des Sitzes in entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen.

Videobeispiele

THOMASHILFEN Major - Einbau

Maße & Gewichte

Maße & Gewichte THOMASHILFEN Major
Sitztiefe 32 cm
Sitzbreite (vorne) 31,5 cm (21,5 cm mit Pelotten)
Sitzbreite (hinten) 26 cm (19 cm mit Pelotten)
Rückenhöhe (Sitz) 62 - 74 cm
Schulterhöhe (Gurtführung) 25,5 - 42 cm
Sitzkantelung (mit Platte) 5,5° / 11° / 16°
Unterschenkellänge (Fußstütze direkt an Adapterplatte) 18,5 - 37,5 cm
Unterschenkellänge (Fußstütze an Drehplatte + Sitzkantelung-Platte) 23 - 42 cm
Gesamtmaß (B x H x T) 56 x 71 x 40 cm
Gewicht des Sitzes ca. 6 kg
max. Nutzergewicht 9 - 36 kg

Zubehör

Grundausstattung

THOMASHILFEN Major

Sitz und Rücken mit integrierter 7-fach höhenverstellbarer Kopfstütze | Sitzpolster | Rückenpolster | Kopfpolster | zusätzliche Kopfpolster (links, rechts) | Gurtschildpolster, klein | 5-Punkt-Gurt mit Zentralversteller | Gurtverbinder | Schulterschoner | Becherhalter (rechts oder links einsetzbar) | abnehmbare Bezüge, bis 40° C in der Maschine waschbar | Seatfix-Konnektoren zur Verankerung des Sitzes in entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen

Weitere Reha-Autositze

    FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Reha-Autositzen

    Wann wird in die nächst größere Gewichtsgruppe gewechselt?

    Gruppe 0/0+:
    - Der Kopf des Babys darf nicht über den oberen Schalenrand hinausragen. Ein Wechsel in den nächst größeren Sitz (Gruppe I) sollte so spät wie möglich erfolgen.

    Gruppe I:
    - Aus Sicherheitsgründen sollte hier auf keinen Fall vor 15 kg, möglichst sogar erst mit 18 kg in Gruppe II gewechselt werden.

    Der Hinterkopf des Kindes sollte immer von der Sitzschale abgestützt werden. Zu beachten ist vor allem die Gewichtsangabe für den entsprechenden Kindersitz. Ein verfrühter Wechsel in einen Folgesitz ist im Interesse der Sicherheit des Kindes nicht zu empfehlen.

    Mein Kind öffnet häufig das Gurtschloss während der Fahrt. Was kann ich tun?

    Sie sollten so schnell wie möglich anhalten und das Kind wieder angurten. Dem Kind sollte, soweit möglich, beigebracht werden, dass ein Abschnallen zum sofortigen Stopp der Fahrt führt. Wir raten von jeglichen technischen Hilfsmitteln, welche zum erschwerten Öffnen des Gurtschlosses führen, ab.

    Bedenken Sie bitte, dass im Ernstfall ein fremder Retter das Kind schnell aus dem Kindersitz befreien muss. Deshalb sollte der rote Öffnungsknopf direkt gefunden und geöffnet werden können.

    Was bedeutet Crash-Test?

    Bei einem Crash-Test wird eine Kollision von Fahrzeugen unter realistischen Bedingungen simuliert. Dieser kontrollierte Vorgang wird meist von unabhängigen Instituten durchgeführt. Über den Crash-Test wird die Sicherheit des Sitzes von unabhängiger Stelle bestätigt. Nur bei einem erfolgreichen Crash-Test darf das Siegel des Prüf-Instituts verwendet werden.

    Was ist ISOFIX?
    • International genormtes Befestigungssystem für Kindersitze
    • Vereinfacht die Handhabung des Sitzes und reduziert bzw. vermeidet Fehler beim Einbau von Kindersitzen
    • ISOFIX ersetzt die Sicherung von Kindersitzen mit dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt. Zusätzlich zur Anbindung des Kindersitzes über das ISOFIX-Verankerungssystem werden ISOFIX Kindersitze mit einem Standfuß oder Haltegurt (Top Tether) im Fahrzeug gesichert. ISOFIX Kindersitze werden nur für die unteren ECE Gewichtsgruppen angeboten.
    • Prüfen Sie mit der Typenliste des Kindersitzes, ob der jeweilige ISOFIX-Kindersitz in das eigene Fahrzeug eingesetzt werden darf.

    ISOFIX ersetzt NICHT den Sicherheitsgurt – das Kind muss weiterhin immer mit der vorgeschriebenen Begurtung gemäß Gebrauchsanweisung des Sitzes gesichert

    • Einige Hersteller nutzen das ISOFIX Verankerungssystem des Fahrzeugs, um auch Kindersitze für größere, schwerere Kinder zusätzlich zu stabilisieren (z.B. RECARO Monza Nova Seatfix Reha).
    • Hier ersetzt die Anbringung jedoch nicht die Sicherung von Kind und Kindersitz durch den Dreipunktgurt. Vorteil neben der zusätzlichen Stabilisierung: Der Sitz muss nicht mehr angegurtet werden, wenn KEIN Kind darin sitzt.
    Ist ein gebrauchter Auto-Kindersitz noch sicher?

    Stellen Sie unbedingt sicher, dass der gebrauchte Sitz nicht in einen Unfall mit einer Aufprallgeschwindigkeit von mehr als 10 km/h verwickelt war. Gurtpolster sollten vorhanden sein und Gurte keine Beschädigungen aufweisen. Das Gurtschloss und die Verriegelungssysteme müssen einwandfrei funktionieren. Ein Kindersitz sollte auch nur dann gebraucht gekauft oder verwendet werden, wenn die Gebrauchsanweisung vorhanden ist und er die Prüfnorm ECE 44/03 oder ECE 44/04 aufweist.

    Wie lange muss mein Kind einen Kindersitz benutzen?

    Die gesetzliche Grenze für die Benutzung des Kindersitzes ist erst erreicht, wenn das Kind entweder 1,50 m groß oder 12 Jahre alt ist. Wenn die Kinder größer werden, benutzt man häufig auch nur noch einen so genannten Booster. Es handelt sich hier um eine Sitzerhöhung, die für eine optimale Gurtführung sorgt. Ist das Kind über 150cm groß, sind die 3-Pkt.-Gurte zu benutzen.

    Auto-Sitze für behinderte Kinder sind z.T. bis zu 50 kg nutzbar (z.B. RECARO Monza Nova Reha), es handelt sich hier „Rückhalteeinrichtungen für besondere Anforderungen“, die spezielle Überlast-Tests bestanden haben. Sie erkennen diese Sitze an den zusätzlichen Aufklebern.

    Muss man das maximalzulässige Gewicht der jeweiligen ECE-Gruppe berücksichtigen?
    Das Gewicht des Kindes ist entscheidend für die max. Nutzung eines Auto-Kindersitzes. Wenn das Kind jedoch sehr groß ist und der Kopf über den Rand der Sitzschale/Kopfstütze reicht, ist das Kind in einem größeren Sitz sicher. Deshalb sollte man in diesem Fällen in die nächst höhere Sitzgruppe wechseln.
    Mein Kind hat nicht genügend Platz in seinem rückwärtsgerichteten Sitz für die Füße?
    Das ist eher eine Frage des Komforts und nicht gefährlich für das Kind. Rückwärtsgerichtete Kindersitze bieten deutlich mehr Sicherheit. In Norwegen und Schweden wird der rückwärtsgerichtete Transport des Kindes aus Sicherheitsgründen deutlich mehr praktiziert als bei uns.
    Bei einem Auto-Unfall war das Kind im Sitz an Bord!
    Hierzu sollten Sie wissen, dass bereits bei einem Unfall mit einer Aufprallgeschwindigkeit von etwa 10 km/h ein Autositz beschädigt werden kann. Bevor Sie als einen gebraucht Sitz verwenden: Lassen Sie Ihn von einem Hersteller mit dafür geeignetem Equipment überprüfen. Solche Kontrollen können nur mit Spezialgeräten durchgeführt werden. Eine Sichtprüfung allein ist keinesfalls ausreichend da sich Mikrorisse in der Sitzschale gebildet haben können. Fachgemäße Sicherheitskontrollen sind in der Regel aufwendig und sehr teuer. Thomashilfen bietet daher diese Kontrollen nicht an und wir empfehlen, bei einem Unfall mti Aufprallgeschwindigkeit ab 10 km/h sicherheitshalber den alten Sitz gegen einen neuen Autositz auszutauschen.
    Kann ich neue Bezüge für meinen Kinder-Autositz kaufen?
    Der Bezug nutzt sich im Laufe der Zeit ab. Er wird strapaziert und Sonnenlicht und Schmutz wirken auf ihn ein. Bei normalem Verschleiß ist nach einer Benutzungszeit von 3 bis 4 Jahren ein Austausch des Bezuges ratsam. Die modernen Bezüge der Recaro-Sitze sind sehr pflegeleicht und einfach abzubauen. Der Bezug ist Bestandteil der Bauartgenehmigung! Deshalb verwenden Sie bitte nur Original-Ersatzbezüge.
    Wie viele Jahre darf man Auto-Kindersitze benutzen?

    Viele Hersteller empfehlen, Autokindersitze nicht länger als ca. 5 Jahre zu verwenden. Danach kann es u.U. zu Materialermüdungen kommen, was die Sicherheit im Falles eines Unfalles negativ beeinflussen kann.

    Wir empfehlen beim Kauf oder der Nutzung gebrauchter Autositze:
    Kaufen/benutzen Sie keinen Autositz, dessen Vorgeschichte Sie nicht kennen! Dies trifft z.B. auch bei Reha-Sitzen aus dem Wiedereinsatz der Krankenkassen zu. Sie gehen eventuell dann das Risiko ein, z.B. einen unfallgeschädigten Sitz für Ihr Kind zu verwenden. Empfehlenswert ist es daher, sich die „Unfallfreiheit“ eines gebrauchten Sitzes vom Vorbesitzer/Eigentümer schriftlich bestätigen zu lassen.

    Ein Kindersitz sollte auch nur dann gebraucht, gekauft oder verwendet werden, wenn die Gebrauchsanweisung vorhanden ist und er die Prüfnorm ECE R 44/03 oder ECE R 44/04 aufweist (erkennbar am orangefarbenen ECE-Prüfzeichen).

    Ist es sicherer einen Kindersitz auf dem Beifahrersitz oder der Rückbank zu befestigen?

    Unfallstatistiken zeigen, dass Auto-Kindersitze die größte Sicherheit für das Kind bei einer Platzierung des Sitzes auf der Rückbank hinter dem Beifahrer bieten.
    Aber Achtung! Eine Vielzahl von Unfällen passiert auch deshalb, weil der Fahrer sich während der Fahrt zu seinem Kind auf der Rückbank umdreht.

    Eine Benutzung des Auto-Kindersitzes auf dem Beifahrersitz wird gerade beim Transport von behinderten Kindern – aufgrund des möglichen und z. T. erforderlichen direkten Sichtkontaktes mit dem Kind – häufig bevorzugt.

    Voraussetzung hierfür ist aber die ausdrückliche Erlaubnis des Kindersitz-Herstellers (siehe Hinweise in derGebrauchsanweisung), den Kindersitz auf der Beifahrerseite platzieren zu können und dass ein vorhandener Front-Airbag deaktiviert wird.

    Bei rückwärtsgerichteten Sitzen (z.B. THOMASHILFEN Co-Pilot oder Sitzschalen) ist der Schutz des Kindes auch auf dem Beifahrersitzplatz gewährleistet – doch auch hier gilt, dass der vorhandene Airbag deaktiviert sein muss. Sicherer ist es aber, auch rückwärtsgerichtete Auto-Kindersitze auf der Rückbank zu platzieren. Durch einen zusätzlichen Spiegel (überall im Baby-Fachmärkten erhältlich) können Sie dann sogar den Sichtkontakt ermöglichen.

    Wir empfehlen grundsätzlich die Verwendung des Auto-Kindersitzes auf der Rückbank und dort immer auf der Beifahrerseite. Damit können Sie das Kind von der sicheren Bürgersteigseite aus in das Fahrzeug setzen.

    Gibt es Ersatzteile für Auto-Kindersitze?

    Nur für solche, die der seit 1995 gültigen Normvorschrift ECE R 44/03 und höher entsprechen. Da die Hersteller und der Handel Kindersitze mit alter Zulassung seit 1999 nicht mehr vertreiben dürfen, sind Reparatur und Ersatzteilversorgung durch den Hersteller – auch aus Produkthaftungsgründen – für alte Sitze nicht mehr möglich.

    Was bedeutet die ECE-Kennzeichnung an Auto-Kindersitzen?

    Kindersitze müssen vom Kraftfahrt-Bundesamt(KBA)genehmigt/zugelassen werden. Diese Genehmigung erfolgt über die Vergabe eines ECE-Prüfsiegels an den Hersteller der Kinder-Autositze. Seit April 2008 dürfen nur noch solche Kindersitze genutzt werden, die nach ECE44/03 oder höher geprüft sind. Ob dies der Fall ist, erkennt man an den ersten zwei Ziffern der 8-stelligen Zulassungsnummer auf dem orangefarbenen ECE-Prüfsiegel (Bild), denn diese zeigen die Prüfversion an. Beginnt die Nummer mit 00, 01 oder 02, so ist der Sitz veraltet und darf nicht mehr benutzt werden.

    Seit wann müssen Kinder im Fahrzeug angeschnallt werden?

    Seit April 1993 gilt in Deutschland eine generelle Sicherungspflicht für Kinder in Kraftfahrzeugen. Dabei müssen Rückhaltesysteme für Kinder genutzt werden, die nach der ECE-Regelung 44/03 oder 44/04 gebaut, geprüft und genehmigt sowie mit dem ECE-Prüfzeichen gekennzeichnet sind.

    Handelsübliche Kindersitze für das Auto sind nur bis zur Gruppe I (bis 18 kg Körpergewicht) mit einem "5-Punkt-Gurt" ausgestattet, ab Gruppe II werden die Kinder nur noch mit dem Autosicherheitsgurt zusammen mit dem Kindersitz gesichert.

    Für Kinder mit Behinderung reicht dieser Schutz oftmals nicht aus, z. B. wenn eine Rumpfhypotonie oder Spastik vorliegt. Aus diesem Grunde bieten Hersteller von Reha-Autositzen sogenannte „Positionierungsgurte“ an. Diese dienen allein zur Erreichung einer besseren Sitzposition des Kindes, sie dürfen aber niemals ohne die Sicherung mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeuges verwendet werden.

    Was ist bei der Benutzung von Kindersitzen in Verbindung mit Airbags im Auto zu beachten?

    Grundsätzlich müssen dazu alle Warnhinweise am Kindersitz und im Auto sowie alle Hinweise in der Gebrauchsanleitung des Kindersitzes und im Fahrzeug-Handbuch beachtet werden.

    Anders als der Frontairbag auf der Beifahrerseite (der bei rückwärts gerichteten Sitzen der Gruppe 0+ unbedingt deaktiviert werden muss) blasen sich die Seitenairbags nur ganz flach auf. So kommen sie kaum mit den Kindersitzen in Kontakt. Es geht also von einem Seitenairbag keine Gefahr aus, wenn das Kind richtig in seinem Sitz gesichert ist und sich nicht aus ihm herauslehnen kann. Das ist in der Regel bei Babyschalen und Sitzen der Gruppe 1 gegeben.

    Bei größeren Kindern wird gegen das seitliche Herauskippen beim Schlafen die Verwendung eines Sitzes mit Rückenlehne und größtmöglichem seitlichen Schutz unbedingt empfohlen. Bei modernen Auto-Kindersitzen, wie z.B. beim RECARO Monza Nova 2 Reha ist dieser seitliche Schutz durch die weit um das Kind herumgezogene Chassis-Form bereits voll integriert.

    Passen alle von Thomashilfen angebotenen Autositze in jedes Automodell bzw. auf die Rückbank?

    Grundsätzlich ja, Sie sollten sich aber die Typenliste des Auto-Kindersitz-Herstellers ansehen – nur die dort genannten Fahrzeuge sind für den ausgewählten Sitz überprüft.

    Auf unseren Internet-Seiten haben wir die jeweils aktuellste Typenliste für unsere Sitze hinterlegt. Dort können Sie sehr leicht prüfen, ob die von Thomashilfen angebotenen Auto-Kinder-Rehasitze auch in Ihr Fahrzeug passen.

    Wichtig ist aber auch, den ausgewählten Kinder-Reha-Sitz gemeinsam mit Ihrem Kind in Ihrem Fahrzeug einmal selbst auszuprobieren. Nur dann haben Sie die Sicherheit, dass der Sitz nicht nur für das Fahrzeug, sondern vor allem für Ihr Kind passt.

    Was bedeutet in Verbindung mit ISOFIX die „Typenliste“?

    Kindersitze werden nach der ECE R 44/03 und 44/04 in verschiedenen Kategorien jeweils für unterschiedliche Einbau- bzw. Verwendungsarten zugelassen. In einigen Fällen, insbesondere für den Einbau mit ISOFIX, werden die zugelassenen Fahrzeuge in einer Typenliste aufgeführt.

    Die Begurtung wird meinem Kind zu eng. Brauche ich einen größeren Sitz?

    Diese Frage wird vor allem im Winter gestellt, wenn Kinder (auch im Auto) voluminösere Kleidung tragen. Sie sind in der Regel im oberen Gewichtsbereich der jeweiligen Gruppe angelangt, für den der entsprechende Kindersitz ausgelegt ist. Dennoch: Eher sollte auf auftragende Kleidung verzichtet werden, als zu früh in den Folgesitz zu wechseln. Grundsätzlich gilt nämlich: Je enger die Gurte anliegen, umso sicherer ist der ganze Kindersitz. Kleiden Sie Ihr Kind deshalb entsprechend der Innentemperatur des Autos und lassen Sie es erst in den Folgesitz wechseln, wenn es auch das Gewicht oder die Größe dafür erreicht hat.

    Kann ich einen Auto-Kindersitz auf dem Beifahrersitz benutzen?

    Kindersitze können prinzipiell immer auch auf dem Beifahrersitz benutzt werden. Es ist jedoch ratsam, den Beifahrersitz ganz nach hinten zu schieben, um dem Kind größtmögliche Beinfreiheit zu ermöglichen. Ist ein Beifahrerairbag vorhanden, muss dieser grundsätzlich ausgeschaltet werden. Falls kein Schalter vorhanden, hilft Ihnen Ihre Auto-Fachwerkstatt.

    Beachten Sie dazu bitte sowohl die Ausführungen in der Gebrauchsanleitung Ihres Kindersitzes als auch die Hinweise im Handbuch Ihres Fahrzeuges.

    Generell sollen Kinder aber möglichst auf den hinteren Sitzplätzen transportiert werden – dort ist das Verletzungsrisiko am geringsten.

    Kann man eine Sitzerhöhung (Booster) auch ohne Rückenlehne verwenden?

    Wenn man von den Mindestanforderungen der Norm ECE R 44/03 und 44/04 ausgeht, ist für Kinder ab 15 kg ein Sitzkissen auch ohne Rückenlehne verwendbar. Eigentlicher Sinn der Sitzerhöhung ist es, die Führung des 3-Punkt-Gurtes des Fahrzeuges optimal über das anzuschnallende Kind zu positionieren / zu führen.

    Gute Sitzerhöhungen bieten in der Regel zwar im Beckenbereich seitlichen Schutz, nicht aber im Kopf- und Oberkörperbereich. Billig-Produkte haben zumeist seitlich keine Erhöhung und bieten deshalb nicht einmal diesen Schutz!

    Die Verwendung eines Sitzkissens in Verbindung mit einer Rückenlehne als Einheit (der klassische Auto-Kindersitz) entspricht daher am Besten den aktuellen sicherheitstechnischen Erkenntnissen und erfüllt die Anforderungen an einen guten Seitenaufprallschutz. Kopf und Körper des Kindes werden seitlich abgestützt – das ist sicherer im Falle eines Unfalls, aber auch ergonomisch günstig, wenn Ihr Kind in seinem Sitz schläft. Zudem garantiert die bei modernen Sitzen an der Kopfstütze integrierte Gurtführung, dass der Schultergurt entsprechend der Größe des Kindes richtig auf der Schulter positioniert ist.

    Kann mein Kind im Auto die Winterjacke anbehalten?

    Trägt ein Kind einen dicken Anorak oder Overall, lässt sich der Sicherheitsgurt des Kindersitzes nicht straff spannen, sitzt nicht an der richtigen Stelle und vor allem nicht nah genug am Körper. Im Falle des Falles muss der Gurt erst die dicke Daunenfüllung der Jacke zusammendrücken, bevor er das Kind festhalten kann. Das schränkt die Sicherheit erheblich ein. Deshalb ist es notwendig, die Jacke auszuziehen. Bis die Temperatur im Auto angenehm ist, kann man das Kind mit seinem Anorak oder einer Decke zudecken.

    Was ist ein „Top Tether“?

    Durch eine ECE-Änderung können ISOFIX-Sitze, wenn sie mit einem zusätzlichen Verankerungspunkt "Top Tether" an der Rückseite der Sitz-Schale ausgestattet sind, als „universal“ zugelassen werden. Ein Haltegurt, der zwischen diesem zusätzlichem Verankerungspunkt "Top Tether" und einem speziellen Ankerpunkt im Fahrzeug befestigt wird, verhindert beim Unfall eine ungünstige Kippbewegung nach vorne.
    Diese Kindersitze dürfen in allen Fahrzeugen mit ISOFIX-Verankerungen und drittem Ankerpunkt verwendet werden, allerdings nur in der Gewichtsklasse 9 bis 18 kg und nur vorwärts gerichtet!

    Der zusätzliche Befestigungspunkt ermöglicht zwar eine Universal-Verwendbarkeit der Sitze, bedeutet allerdings auch einen gewissen Verlust an Bedienungskomfort und erhöht so die Gefahr einer falschen Bedienung.

    Mein Kind öffnet häufig das Gurtschloss während der Fahrt. Was kann ich tun?

    Sie sollten so schnell wie möglich anhalten, das Kind wieder angurten und über die Gefahr belehren, bevor die Fahrt fortgesetzt wird. Unter Umständen muss diese "erzieherische Maßnahme" mehrmals wiederholt werden. Vermeiden Sie auf jeden Fall, Ihr Kind für das Öffnen des Schlosses zu loben oder dessen Fähigkeit anderen sogar vorzuführen.

    Bedenken Sie bitte, dass im Ernstfall ein fremder Retter das Kind schnell aus dem Kindersitz befreien muss.

    Ein zu schwer oder gar nicht zu öffnendes Schloss würde dies möglicherweise verhindern. Von daher empfehlen wir, auch wenn es gerade bei behinderten Kindern manchmal schwierig ist, keine technischen Hilfsmittel zu verwenden wie z.B. druckkrafterhöhendes Gurtschloss, Abdeckung für das Gurtschloss, etc.

    Mein Kind wiegt über 36 kg. Muss es noch in einem Kindersitz sitzen?

    Die gesetzliche Grenze für die Benutzung des Kindersitzes ist erst erreicht, wenn das Kind entweder 1,50 m groß oder 12 Jahre alt ist. Kindersitze für ältere Kinder sind zwar aus prüftechnischen Gründen bis 36 kg beschränkt, nach Auskunft der Bundesanstalt für Straßenwesen und der Staatlichen Materialprüfungsanstalt (MPA) in Stuttgart eignen sich diese Rückhalteeinrichtungen jedoch ebenso für Kinder mit einem Körpergewicht über 36 kg und müssen deshalb auch von ihnen benutzt werden. Nur im Einzelfall kann eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. Voraussetzung dafür ist die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung oder ein Augenschein, wonach aus anatomischen Gründen die Benutzung einer Rückhalteeinrichtung nicht möglich und zumutbar ist (Auszug aus der StVO – für Kinder unter 150 cm Körpergröße mit übergroßem Körperumfang).

    Ausgenommen hiervon sind sogenannte „Rückhalteeinrichtungen für besondere Anforderungen S“! Hierbei handelt es sich um REHA-Autokindersitze, die u.a. speziellen Belastungstests unterzogen wurden und häufig auch eine erhöhte Gewichtszulassung haben. So ist z.B. der RECARO Monza Nova 2 Reha mit bis zu 50 kg Nutzergewicht zugelassen! Für diese Art Autokindersitze brauchen die Eltern keine ärztliche Bescheinigung mit sich zu führen.

    Reha-Autokindersitze sind beim Wechsel in ein anderes Fahrzeug zum Tragen oft zu schwer!

    Autokindersitze älteren Baujahres sind zum Teil sehr schwer. Moderne Autokindersitze zeichnen sich durch hohen Seitenschutz, gutes Klimaverhalten und vor allem leichtes Gesamtgewicht aus.

    Mit dem RECARO Monza Nova 2 Reha wird im Reha-Bereich ein modern konzipierter Sitz mit einem Basisgewicht von nur ca. 6 kg (!) angeboten. Hiermit ist er der leichteste Sitz in diesem Segment, zur Freude aller Mütter, die doch in der Praxis häufig den Sitz von einem Fahrzeug zum anderen transportieren müssen.

    Warum sind rückwärtsgerichtete Kinder-Autositze eigentlich sicherer?

    Babyschalen sind fast immer rückwärtsgerichtet zur Fahrtrichtung zu montieren. Das hat seinen Grund: Der Kopf des Kindes ist schwer, verglichen mit dem Rest des Körpers. Bei einem 9 Monate alten Baby hat der Kopf einen Anteil von 25% des gesamten Körpergewichts, beim Erwachsenen nur 6%. Bei einem Aufprall in einem vorwärtsgerichteten Sitz wird deshalb der Hals des Kindes überproportional belastet. In einem rückwärtsgerichteten Sitz werden die Kräfte über den gesamten Rücken und Kopf auf einem optimalen Weg verteilt.

    Die schwedische Unfallforschung zeigt, dass rückwärtsgerichtete Sitze das Risiko schwerer Verletzungen um 92% reduzieren, während vorwärtsgerichtete Sitze eine Verminderung des Verletzungsrisikos von nur 60% aufweisen.

    Thomashilfen bietet hier den Sitz THOMASHILFEN Co-Pilot an, der bis zu einem Körpergewicht von 10 kg in rückwärtsgerichteter Position genutzt werden kann.

    Kann ich den Beifahrersitz benutzen, obwohl sich der Beifahrer-Airbag nicht deaktivieren lässt?

    Ein rückwärtsgerichteter Autokindersitz darf unter keinen Umständen vor einem aktivierten Airbag platziert werden! Es ist lebensgefährlich für Ihr Kind. Wenn Sie den Airbag nicht fachgerecht ausbauen oder stilllegen lassen, darf der Beifahrersitz für diesen Sitz nicht benutzt werden!

    Müssen Kinder auch im Taxi gesichert werden?

    Die Sicherungspflicht für Kinder gilt auch für Fahrten in Taxis. Für maximal zwei Kinder müssen Sitze vorhanden sein, zumindest ein Sitz davon aus der ECE-Gruppe I (9 bis 18 kg). Beim Bestellen eines Taxis sollten Eltern unbedingt ankündigen, dass Kinder mitfahren, und auf der Sicherung mit Kindersitzen bestehen.

    Sie sollten speziell für Ihr Kind angepasste Reha-Autokindersitze immer mitnehmen und Ihre Kinder nur hierin transportieren.

    Welchen Kindersitz benutzt man für Kinder mit Behinderungen?

    Bei vielen Arten von Behinderungen können Kinder in speziell angepassten Reha-Auto-Kindersitzen sehr gut gesichert werden. Entscheidend für die Sitzauswahl ist eine fachgerechte Beratung durch Ihr Sanitätshaus vor Ort, das aber auch eine eigene Kinder-Reha-Abteilung haben sollte.

    Wichtig ist, dass Sie den Sitz zusammen mit Ihrem Kind in Ihrem Fahrzeug einmal ausprobieren – nur so lässt sich eine Fehlversorgung vermeiden.

    Weitere Fragen zur Versorgung Ihres Kindes mit einem Reha-Autokindersitz? Wenden Sie sich gern an Thomashilfen oder aber auch an die kostenfreie Hotline von IGAP e.V. (Beratungsstelle für Eltern und Therapeuten). Hier finden Sie umfassende Informationen und eine optimale Beratung

    IGAP-Hotline: 0800 2684 335 (gebührenfrei) - www.igap.de

    Welcher Platz ist der sicherste für Kinder im Auto?

    Der beste Platz für ein Kind im Auto ist auf der Rückbank hinter dem Beifahrersitz. Beim Ein- und Aussteigen befinden Sie sich selbst und Ihr Kind auf der Gehwegseite und nicht mitten auf der Fahrbahn. Auch wenn zwei oder mehr Kinder im Auto befördert werden, sollten sie immer auf der Gehwegseite ein- und aussteigen. Die Kindersicherungen an den Türen sollten immer aktiviert sein. Der Platz in der Mitte der Rückbank ist, wenn Dreipunktgurte vorhanden sind, ebenfalls optimal und bietet dem Kind zusätzlich einen freien Blick nach vorne. Bei gegen die Fahrtrichtung montierten Kindersitzen sollte am besten eine Begleitperson mit hinten sitzen, die sich um den Nachwuchs kümmert. Und sicher ist es nicht verkehrt, ab und an zu prüfen, ob das Gurtschloss nicht bereits von pfiffigen kleinen Kinderhänden geöffnet wurde.

    Wie sichere ich mein Kind richtig?

    Darauf achten, dass sich der Kindersitz fest und sicher befestigen lässt. Der Sitz darf nicht kippen oder verrutschen. Auf den richtigen Gurtverlauf beim Kind achten. Den Schultergurt immer sauber über die Schulter und möglichst mittig über das Schlüsselbein anlegen. Der Beckengurt sollte so tief wie möglich über die Leistenbeuge laufen. Den Schultergurt niemals unter dem Arm des Kindes durchführen! Kindersitz und Kind immer straff und so eng wie möglich angurten. Gurtverlauf und Kopfabstützung nach Bedarf an das wachsende Kind anpassen. Und bei Sitzen mit Fangkörper darf das Fangelement keinesfalls weggelassen werden.

    Zulassungsarten von Autositzen

    Auto- und Kindersitz-Zulassungen
    Es gibt drei Arten von Zulassungen für Auto-Kindersitze: Universal, semiuniversal und fahrzeugspezifisch. So wissen Sie, ob ein Kindersitz zu Ihrem Auto passt und dafür zugelassen ist. Eine universale Zulassung erfordert keine Fahrzeugtypenliste, und der Kindersitz ist für den Einbau in alle Autos zugelassen. Aber Sie müssen immer darauf achten, dass der Kindersitz auch wirklich richtig in Ihr Fahrzeug passt.

    Universal-Zulassung
    Der Kindersitz ist für die Verwendung in allen Fahrzeugen zu gelassen, welche die Vorschriften ECE R14 und R16 erfüllen. Im Falle von einer Universal-Zulassung für ISOFIX muss der Kindersitz über den Top Tether mit den Verankerungspunkten des Fahrzeugs verbunden werden. Diese Lösung muss in jedem Fall verwendet werden, und in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs muss stehen, dass das Auto für ”Universal- ISOFIX-Kindersitze” geeignet ist.

    Semi-Universal-Zulassung
    Eine Semi-Universal-Zulassung liegt vor, wenn über die Standardanforderungen aus der Universal-Zulassung hinaus Sicherheitsvorrichtungen zur Befestigung des Kindersitzes verwendet werden, die zusätzliche Tests erfordern. Wir als Hersteller aktualisieren unsere Fahrzeugtypenliste.
    Ständig. Zum Beispiel: Im Falle eines Stützbeins bieten manche Autos zusätzlichen Stauraum im oder unter dem Bodenbereich, was das Verhalten dieser Stützfunktion erheblich beeinflussen kann. Deshalb müssen Sie prüfen, ob Ihr Auto in der Fahrzeugliste enthalten ist.

    Fahrzeugspezifische Zulassung
    Bei der fahrzeugspezifischen Zulassung muss der Auto-Kindersitz für jedes Fahrzeug-Modell separat durch einen dynamischen Versuch im Fahrzeug getestet werden. Die zugelassenen Fahrzeuge sind in unserer Typenliste aufgeführt.