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Eine Revolution in Pflege und Therapie:

Die MiS Micro-Stimulation®

Therapieform: MiS Micro-Stimulation

In der Welt der Medizin und Pflege gibt es ständige Fortschritte. Einer der bemerkenswertesten Durchbrüche der letzten Jahre in der Pflege ist die Therapieform MiS Micro-Stimulation®. Um deren Bedeutung besser zu verstehen, müssen wir zunächst den Kontext begreifen.

Das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist

Traditionelle Vorstellungen in der Pflege des 20. Jahrhunderts

Man war überzeugt davon, dass...
  • das Gehirn, einmal entwickelt und ausgewachsen, sich nicht weiter verändert.
  • bei einem ausgewachsenen Menschen keine neuen Neuronen und keine neuen Synapsen im Gehirn entstehen.
  • zwischen Körper und Gehirn eine statische und unflexible Verbindung besteht.

Diese Ansichten beeinflussten stark die Pflegepraktiken und -produkte der letzten Jahrzehnte. Doch diese Vorstellung wurde durch unzählige Studien in der modernen Forschung wiederlegt.

Santiago Felipe Ramón y Cajal, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin, 1906

Santiago Felipe Ramón y Cajal
Nobelpreis für Physiologie oder Medizin, 1906

Moderne Erkenntnisse
zur Anpassungsfähigkeit des Gehirns


Heute weiß man:

  • Die neuronalen Verbindungen (Synapsen) verändern sich zeitlebens: täglich, wöchentlich & monatlich.

  • Moderne Studien beweisen, dass alle Körperregionen im Gehirn repräsentiert werden. Dieses Köperbild kann sich kurzfristig verändern, anpassen und auf körperliche Veränderungen reagieren.

  • Jedoch können auch Schmerzen die Gehirnstruktur maßgeblich beeinflussen und dadurch zu negativen Veränderungen führen.

  • Mangelnde sensorische Informationen beeinflussen schon nach wenigen Tagen die reguläre Körperstruktur im Gehirn und führen zu Auswirkungen im normalen Bewegungsablauf.

  • Ein gesundes Körperbild ist die Basis für einen intakten Bewegungsablauf.

Sehen Sie sich passend dazu folgende Studie an:

Die Bedeutung des Körperbildes

Erkenntnisse zur Veränderlichkeit und Anpassungsfähigkeit

Das Körperbild nimmt eine zentrale Bedeutung für die Mobilität eines jeden Menschen ein. Speziell für Pflegebedürftige ist der Erhalt bzw. die Stabilisierung der Körperstruktur im Gehirn äußerst wichtig. Das normale Körperbild fungiert als Basis für die Unterstützung, Linderung sowie die nachhaltige Heilung in unterschiedlichen Indikationen. Wenn z.B. Schmerzen das Körperbild verzerren, führt dies unweigerlich zu negativen Auswirkungen auf die Motorik und das Wohlbefinden, was wiederum den Genesungsprozess erschwert. Daher ist es entscheidend, das Körperbild im Gehirn zu stabilisieren und in einen gesunden Zustand zurückzuführen.

Körperregionen im Gehirn – © Encyclopædia Britannica, Inc./Steven N. Kapusta

MiS Micro-Stimulation: Die Lösung vieler Probleme


Genau hier setzt das Wirkprinzip der MiS Micro-Stimulation an: Winzige Bewegung einer Person - sogar die eigenen Atembewegung - wird in mikrofeine Gegenbewegungen umgewandelt und liefert so dem Gehirn automatisch die dringend benötigten Körperinformationen. Dabei kombiniert die MiS Micro-Stimulation die erfolgreichen Prinzipien verschiedener therapeutischer Ansätzen (Bobath, Basale Stimulation, Kinästhetik, usw.).

Das bietet folgende Vorteile:
  • Erhalt der Körperwahrnehmung: Diese mikrofeinen Gegenbewegungen werden von den Sensoren des Körpers erfasst und an das Gehirn weitergeleitet, um das Körperbild zu unterstützen. So fördern sie u.a. die Eigenbewegung des Patienten, verbessern die Durchblutung der Haut, lindern Schmerzen, verhindern Druckgeschwüre und fördern die Wundheilung.

  • Erholsamer Schlaf: Insbesondere für Menschen mit Bewegungseinschränkungen kann dies nachweislich zu einem erholsameren Schlaf beitragen.

Die MiS Micro-Stimulation repräsentiert dadurch einen Paradigmenwechsel in der Pflege bzw. Therapie und stellt sicher, dass Patienten von den jüngsten Erkenntnissen der Neurowissenschaft profitieren. Es ist ein großartiges Beispiel dafür, wie die moderne Medizin die traditionelle Praxis stetig herausfordert und verbessert.

MiS Micro-Stimulationssysteme:
Eine Matratze alleine schafft es nicht!


Um das Wirkprinzip der MiS Micro-Stimulation optimal in einem System umzusetzen, bedarf es mehr als nur eine Schaummatratze. Eine Hightech-Unterfederung aus Glasfaser – welche die mikrofeinen Eigenbewegungen der Patienten aufnehmen und in Gegenbewegungen umwandeln kann – wird optimal mit einer Matratze (spezielle Schaumrezeptur) kombiniert und auf die Indikation, die Größe sowie das Gewicht des Patienten abgestimmt. Dabei werden alle Aspekte der neuesten Schlaf- und Pflegeforschung berücksichtigt. So umfasst ein MiS Mirco-Stimulationssystem selbstverständlich die Eigenschaften eines optimalen Bettklimas, Minimierung der Scherkräfte, optimale Druckentlastung und Förderung der Eigenmobilität.

Natürlich sind auch der Micro-Stimulation Grenzen gesetzt: auch wenn sie bei vielen Krankheitsbildern die Heilung unterstützt und fördert, so kann sie eben bei einigen Indikationen lediglich zu einer Verbesserung der Randerscheinungen beitragen. Aber auch in diesen Fällen – bspw. bei Demenzerkrankungen – wurden über Jahre sehr erfolgreich die Verbesserung des Allgemeinzustandes, eine mögliche Reduzierung der Medikation und ein deutlich verbessertes Aufnahmevermögen festgestellt. Nicht ohne Grund sprechen Pflegekräfte in vielen Ländern von „der Wundermatratze“, wenn sie begeistert von ihren Erfahrungen im Einsatz mit MiS Mirco-Stimulationssystemen berichten.